Der Hype ist vorbei - es kann also losgehen!

Matthias Lienau 3 von Matthias Lienau - Still Beta sah, sichtete und kommentierte neue Dienste und Trends im Web - bis zum 10. August 2007. Dann wurde die Hobby-Redaktion geschüttelt von Diskussionen über zukünfige Inhalte (”Meldungen von XY über die Gründung oder Übernahme von Z nachzuplappern ist auf Dauer Schwachsinn!”) und von privaten Umständen, die ein Veröffentlichungs-Takt auf dem Niveau der Monate Juni und Juli nicht mehr zuließen.

Aber somit sind wir noch lange nicht am Ende. Es soll jetzt weitergehen: Mit einem neuen Konzept, neuen Schreibern (Euch, Ihnen!) und einer weniger weichgespülten Gangart, was den bisherigen Stil der Vermeldung und Kommentierung von frischen Diensten im Web angeht. Der im ersten Quartal 2007 noch allseits hochgeschossene und genossene Hype ist schließlich überwunden - und das ist gut so! Jetzt kommt die Zeit der Unerbittlichkeit und des Überlebenskampfes, viele der frisch gegründeten Unternehmen im “Web 2.0″ werden auf die knallharte Probe der Alltagstauglichkeit gestellt, Neugründungen wollen wohl überlegt sein und Geschäftsmodelle müssen dem härter werdenden Prüfstand potentieller Investoren standhalten. Viele Ideen und Inhalte kommen dennoch erst jetzt (und zukünftig) beim potentiellen Nutzer an - und allein dieser wird entscheiden, wo und in welchem Umfange Nutzwerte, Mehrwerte, Mitmachwerte, Vernetzungs-, Vermarktungs- und Kaufwerte vorhanden sind. “Der/die NutzerIn” wird ebenso entscheiden, wo eine Idee oder ein Dienst schlicht dem Topf “nett, aber nutzlos” übergeben werden darf.

web20en.pngHierfür haben wir uns etwas einfallen lassen. “Contributing and Rating” zum einen: Jeder kann mitmachen, sich bei Still Beta registrieren, schreiben und bewerten: Anbieter und Nutzer, Ideengeber und Kritiker (mehr zu diesem Modus im nächsten Blog-Eintrag). Zum zweiten werden wir unsere Kernredaktions-Beiträge auf eine handhabbare Frequenz und ein neues Format reduzieren: Welche Angebote gehen wirklich ab, haben Substanz und Zukunft, bieten Spielraum für künftige Ideen und Bedürfnisse? Welche Dienste hingegen lassen einem schon bei der Beschreibung die Haare zu Berge stehen? Alles davor, dahinter und darüber hinaus überlassen wir der Vermeldung durch einschlägige Webszene-Blogs.

Es kann also losgehen!

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Burda, Holtzbrinck und MFD schmieden Allianz für Handy-TV

Die MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und die NEVA Media GmbH haben am heutigen Freitag (10.08.) die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Einführung von mobilem Fernsehen in Deutschland vereinbart. Dies berichtet heise-online. Mit dem Zusammenschluss wollen die bisherigen Konkurrenten um entsprechende Rundfunklizenzen die Einführung von Mobile-TV über den Sendestandard DVB-H für 2008 in Deutschland sichern, heißt es in der heise-online-Meldung.

Hinter der NEVA Media stehen die Verlagshäuser Hubert Burda Media und Holtzbrinck, die zu je einem Drittel an der Berliner Firma beteiligt sind, weitere Anteile halten NEVA-Gründer Bernd Curanz, ehemals Geschäftsführer des Linux- und Digital-TV-Spezialisten convergence, sowie Paulus Neef. Der Pixelpark-Gründer zeichnet nun als Geschäftsführer der NEVA Media verantwortlich.

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Vernetztes Wissen

tim_0.jpgKollektive Intelligenz wird die Visionen der künstlichen Intelligenz Wirklichkeit werden lassen. Zu dieser Einschätzung kommt der Computerbuchverleger und Web 2.0-Pionier Tim O’Reilly in einem Interview mit der Deutschen Welle. Wie computerwoche am gestrigen Donnerstag (09.08.) berichtet, werde sich nach Einschätzung von O’Reilly die Nutzung des Internets auf absehbare Zeit enorm ändern. Er sei sich jedoch nicht sicher, ob der nächste große Technologie-Schub mit dem WorldWideWeb verbunden ist. Spracherkennung, Mobiltechnologie und digitale Fotografie seien Schlüsseltechnologien. Mit ihnen würden immer mehr Daten eingegeben werden, wodurch neue Verbindungen entstehen, die zunächst nicht beabsichtigt werden. “Es ist, als würden die Synapsen des kollektiven Gehirns wachsen. Ich glaube, wir dürfen Überraschungen erwarten”, meint O’Reilly.

Die Informationen aus dem Internet werden nach seiner Erkenntnis auf viele verschiedene Arten zugänglich sein. “Wir denken immer, es gibt Milliarden Computer da draußen - aber das stimmt nicht”. Es gäbe eigentlich nur einen, und darum geht es im Web 2.0.

Alles wird mit allem verbunden. Was wir heute unter einem Computer verstehen sei eigentlich nur ein Zugangsgerät zu dem einen weltweiten elektronischen Gehirn, das wir erschaffen”, sagt O’Reilly.

via: computerwoche

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social network jetzt auch für Väter

ichbinpapa_logo.gifNach etlichen Portalen für Mütter, gibt es nun auch das erste social network nur für Väter. Mit www.ichbinpapa.de sollen Väter die Möglichkeit erhalten, andere Väter kennen zu lernen, sich auszutauschen und bei kniffligen Fragen des Väteralltags Unterstützung zu finden.

Gründer dieses Väternetzwerkes ist der Dipl. Kulturwirt Daniel Eichhorn (28) der mit seiner Partnerin, der Dipl. Ing. Kulturwirtin Nicole Maalouf (29), die Online-Einrichtungsberatung urban cocooning und die Wohn-Community ucinteriors.com. ins Leben rief.

Männer müssen immer mehr im Alltag mithelfen und tragen zunehmend Verantwortung bei der Erziehung der Kinder, betonte Eichhorn. Mit der simplen Rolle als Ernährer sei es nicht mehr getan. Insbesondere Väter, die den Hauptteil der Erziehung und des Haushaltes übernehmen, sähen sich mit neuen Problemen konfrontiert: Der Wegfall sozialer Kontakte durch die Aufgabe des Beruf und mangelnde Anerkennung für die Tätigkeiten im Haushalt erschwerten das Leben als Vater. Das Netzwerk ichbinpapa.de soll helfen, diese Herausforderungen des Vaterseins durch den Kontakt mit Gleichgesinnten besser zu meistern.

happypapa_logo.jpgUm die Zielgruppe “Väter” buhlen jedoch bereits mehrere Portale. Wie “deutsche startups” am heutigen Donnerstag (09.08.) berichtet, wurden vor eingen Wochen von Dirk Rudolf und seinem Geschäftspartner Marco Ripanti, Gründer von ekaabo, das Projekt “HappyPapa.de” aus der Taufe gehoben.

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Weitere Einkaufsreisen bei Burda Digital Ventures

bds_logo_240×88.gifDie Investment-Sparte Burda Digital Ventures hat sich an der Berliner Tripsbytips GmbH beteiligt. Über die Höhe der Beteiligung machten die Unternehmen keine Angaben. Das Web 2.0.Unternehmen, das im Juni 2006 von Uwe Frers und Boris Wertz gegründet wurde, bietet ein deutschsprachiges Reiseportal und beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit zehn Angestellte.

Die Burda Digital Ventures GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft von Hubert Burda Media digital investiert seit 1999 in junge wachstumsstarke Unternehmen. Diese befinden sich entweder in ihrer Frühphase (Start-Up) oder weisen bereits einen gewissen Reifegrad auf (Later Stage). Dabei tritt der Investor nicht nur als reiner Kapitalgeber auf. Dort wo es Burda Digital Ventures erforderlich erscheint, werden zusätzlich auch Kompetenzträger aus dem Konzern selbst oder externe Spezialisten der Unternehmensführung zur Seite gestellt. Die Burda Digital Ventures ist kein Fonds, sondern investiert aus Mitteln der Hubert Burda Media Gruppe.

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HoneyJax soll Web-2.0-Angreifer aufspüren

websense-tag.jpgAngriffe auf auf Social-Networking-Sites, Blogs und Wikis will der US-Anbieter Websense mit einem Threat-Detection-System abwehren. Das berichtet die computerwoche in ihrer aktuellen Online-Ausgabe. Ähnlich wie Honeypot-Systeme, die im Internet platziert sind, um konventionelle Online-Angreifer zu ködern, sei das auf den Namen “HoneyJax” getaufte System darauf ausgelegt, die neue Generation Web-basierender Attacken anzulocken, erläutert Dan Hubbard, Vice President Security Research bei Websense. Das System ermögliche es, Exploits in der Web-2.0-Welt aufzuspüren und den Missbrauch dieser Techniken zu identifizieren. HoneyPax soll Angriffe auf Social-Networking-Sites, Blogs und Wikis aufstöbern und dann die “Web-Security”-Suite von Websense entsprechend aktualisieren, um dessen Nutzer vor bösartigen Sites zu schützen, berichtet computerwoche.

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Britischer Lehrerverband fordert Schließung von YouTube

pat_logo.gifDie britische Lehrervereinigung Professional Association of Teachers hat die die komplette Schließung der Online-Plattformen YouTube gefordert. Das berichtet “computerwoche” in ihrem aktuellen Online-Dienst. Die Lehrer begründeten ihre Forderung mit der wachsenden Verbreitung von Mobbing und Cyberbullying. Dieses stelle eine große Gefahr für Schüler und Lehrer gleichzeitig dar.

Erst vor rund zwei Wochen forderte der Deutsche Philologenverband die Überarbeitung des Telemediengesetzes zum besseren Schutz vor Internet-Mobbing. Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, betonte in einem Gespräch mit “pressetext”, dass die Zielrichtung deutscher Lehrer anders sei, als die ihrer britischen Kollegen. Man beabsichtige hierzulande, die Betreiber von Online-Plattformen dazu zu zwingen, hochgeladene Dateien einer vorherigen Prüfung zu unterziehen.

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Facebook nimmt Audio-Anwendung vom Netz

facebook_logo.gifDas Online-Sozialnetzwerk Facebook hat den Service “Facebook Audio” abgestellt. Dies berichtet heise online. Registrierten Benutzern war es damit möglich, auf ihren Profilseiten Musikstücke in voller Länge abspielen zu lassen. Offenbar wurde auf diese Weise massiv gegen Copyrights verstoßen, berichtet das Wall Street Journal. Der Dienst wurde von etwa 750.000 Facebook-Mitgliedern genutzt. Insgesamt hat die Community-Plattform nach eigenen Angaben 30 Millionen Mitglieder. Facebook Audio war erst Ende Mai in Betrieb genommen worden.

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